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Perspektivendiskussion 2018

Aktuelle Neuigkeiten und Diskussionen zum Köln Bonn Airport

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alex330
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Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon alex330 » Sonntag, 15. Oktober 2017, 13:17:33

Liebe Mitglieder,

um den großen Veränderungen im deutschen Luftverkehr gerecht zu werden und die noch eher spekulativen Diskussionsanteile zu sammeln, habe ich hier mal einen neuen Perspektiventhread eröffnet. Beteiligt Euch gerne und rege!

Hier meine Einschätzung der Lage.

Wo steht der CGN?
Am Köln Bonn Airport wird man dieses Jahr ein Jahr der Rekorde feiern. Langstreckenflüge, über 12 Millionen Passagiere, über 800.000 t Fracht. Das ist eine respektable Leistung, und "unser" CGN ist damit in eine Liga aufgestiegen, in der er bislang noch nicht gespielt hat. Noch vor wenigen Jahren hätte ich dies für unmöglich gehalten.
Doch sieht die Zukunft nocht ganz so hell aus.

Langstrecke
Für alle, die es bislang noch nicht wahrhaben wollten:
https://www.facebook.com/CGNCommunity/p ... 20/?type=3
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Eurowings-Langstrecke Köln/Bonn verlassen.
Was wäre zu tun?
M.E. sollte das CGN-Management alle theoretischen Langstreckenkandidaten unverzüglich kontaktieren und ihnen eine guten Deal in Aussicht stellen. Auf gar keinen Fall dürfte dieser Deal beinhalten "erst wenn EW weg ist" - NEIN! Sobald wie möglich sollte die neue Konkurrenz auf dem Hof stehen.
Nur - wer wäre denn ein Kandidat?
Und da haben wir ein Problem: Es gibt keine offensichtlichen Kandidaten!
Bei allen Kandidaten, die ich hier nenne, sehe ich nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass sie an Langstreckenflügen ab Köln Interesse haben.
Trotzdem, man darf nichts unversucht lassen.

1. Condor
Ziehen im Winter Not-Ops ab DUS auf, stellen aber ein längeres Engagement in Frage.
In Muc haben sie sich zurückgezogen, als EW aufschlug.
In Köln/Bonn haben sie keine Feeder, könnten aber "eingeflogene" Rennstrecken übernehmen.
Deshalb könnten sie m.E. trotzdem z.B. über eine Kooperation mit der Bahn und geeigneten Reiseveranstaltern lokales und regionales Aufkommen abschöpfen und eine oder zwei Maschinen durchaus erfolgreich einsetzen. Mehr wird ohne Feeder nicht drin sein. Warum sollte man auch - ab FRA hat man alles, solange die LH das mitmacht.

2. Azur Air
Bekommt mit EW in DUS nun einen deutlich stärkeren Gegner als die kriselnde AB, es ist aber auch mehr "Luft" drin, da trotz EW in DUS Lücken bleiben.
Vielleicht gäbe es trotzdem Interesse an einem "Tausch".
Davon unabhängig, habe ich derzeit noch Zweifel am längerfristigen Bestand der Azur AIr in Deutschland...

3. Norwegian
Ist kein Ausgleich, da ganz anderes Portfolio.
Ich denke, nach DUS werden sie nicht gehen, wenn dort EW aufschlägt. Aber eher als in Köln sehe ich sie in FRA, am neuen LCC-Terminal...

4. Andere Airlines
Ganz konkret sprach man von Westjet. Auch viele weitere Airlines waren mal im Gespräch - wo sind die?
Also: Ran an die Arbeit, liebes Management!

Kurz-/Mittelstrecke
Im Charter-/ Urlaubssektor dürften die meisten Lücken, die AB hinterlassen hat, gefüllt werden. EW übernimmt einiges, dazu kommen vermehrt Condor und Small Planet. Eine ganz gute Mischung, und ein recht positiver Ausblick in der aktuellen Lage.
Schwieriger werden die innerdeutschen Strecken, wo sich mit Ryanair nach SXF das Engagement des potentesten Kandidaten völlig unerwartet und zur unpassendsten Zeit in Luft aufgelöst hat.
Ob sie wiederkommen, weiß, derzeit niemand.
EW wird einen Teil der Flüge übernehmen, aber das Angebot wird verknappt und verteuert werden.
Bleibt Easyjet als Hoffnungsträger. Die sehe ich durchaus auf der Berlin-Strecke, wenn FR nicht zurückkehrt. Und dann hätte man dort einen Fuß in der Tür, denn DUS wird für EZY vorerst zu bleiben, sofern das Kartellamt nicht schwer dazwischen grätscht.
Also: Easy sollte sofort der rote Teppich in Köln ausgerollt werden, auch wenn sie sich anscheinen noch sehr zieren.

Fazit:
Köln/Bonn wird m.E. nicht in die Steinzeit zurückfallen, auch nach den großen Umwälzungen. Zumindest nicht in Kurz- und Mittelstreckenbereich.
In den nächsten zwei Jahren müssen wir nach dem jetzigen Ausblick ein deutliches Minus einplanen, 2019 noch mehr als 2018.
Auf längere Sicht bleiben m.E. aber 11+ Millionen Passagiere pro Jahr realistisch und als gute Basis erhalten.
Man hätte trotzdem mehr haben können, hätte man sich früher und konsequenter der Konkurrenz geöffnet, denn im Kurzstreckenbereich stagniert das EW-Angebot seit Jahren...
Wenn es zudem auf der Langstrecke nicht schnell Ersatz gibt, ist CGN für die nächsten zehn Jahre als Standort verbrannt. Dafür hat EW hinlänglich gesorgt- und auch der CGN selber - hat man doch zu lange darauf vertraut, dass die gute Mama LH schon zu ihrem Engagement steht.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon starter » Sonntag, 15. Oktober 2017, 14:59:41

alex330 hat geschrieben:Langstrecke
Für alle, die es bislang noch nicht wahrhaben wollten:
https://www.facebook.com/CGNCommunity/p ... 20/?type=3
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Eurowings-Langstrecke Köln/Bonn verlassen.


Vermutlich wirst Du mit dieser Einschätzung recht behalten - allerdings glaube ich, dass hier das allerletzte Wort noch nicht gefallen ist.

Vor einigen Jahren stand Eurowings vor einer ähnlichen Entscheidung: DUS oder CGN. Und zur Überraschung der meisten fiel die Wahl auf CGN. Daraus kann man schlussfolgern, dass in den damaligen Verhandlungen zwischen EW und DUS kein Ergebnis erreicht werden konnte, das beide Seite zufrieden stellte. Dem Vernehmen nach gab es (dann?) ja auch atmosphärische Störungen zwischen DUS und LH/EW...

Aktuell sendet EW/LH sehr eindeutige Signale, was den zukünftigen Ausbau in DUS angeht - auch über die Presse. Dort wird sehr klar der Eindruck erweckt, dass DUS der "Preferred partner" wäre. Auch für DUS gibt es eigentliche keine Alternative, da nicht nur die AB-Langstrecke wegfällt, sondern auch weitere Langstrecken "schwächeln".

Allerdings scheint es so zu sein, als ob die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Natürlich ist ein positiver Abschluss wahrscheinlich, wenn beide Seiten grundsätzlich wollen. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass auch dieses Mal am Ende Differenzen bleiben, die beide nicht überbrücken wollen oder können.

Und solange es diese Chance gibt, sollte Hr. Garvens alles versuchen, CGN als gute Alternative für EW zu positionieren.

Dass es unabhängig davon immer sinnvoll ist, mit weiteren Kandidaten zu sprechen und Optionen auszuloten, ist klar...
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon stekar87 » Sonntag, 15. Oktober 2017, 17:13:23

Gute Idee Alex, und danke dir für den ausführlichen Beitrag, der dabei hilft, das ganze möglichst sachlich einzuordnen.

Ich beobachte die aktuelle Entwicklung auch mit Sorge und bin doch geneigt, nicht alles ganz so schwarz zu sehen. Momentan ist in der deutschen Luftfahrt sehr viel im Umbruch und ich denke, dass noch nicht alle strategischen Entscheidungen ganz ausgereift und getroffen sind.

Dennoch ist es natürlich zumindest im Bereich des Möglichen, dass die Langstrecken aus CGN abgezogen werden. Wie wahrscheinlich das ist, vermag ich nicht zu beurteilen, denn dazu fehlt mir einfach das Insiderwissen.

Doch selbst wenn es so kommen sollte, halte ich das zwar für brutal ärgerlich und auch für einen Rückschlag, im Notfall aber für verschmerzbar. Die Implementierung der EW Langstrecken in CGN waren für mich ein wichtiger Baustein, aber nicht der entscheidende. Langstrecken in CGN sind die Kür, das Brot- und Buttergeschäft liegt jedoch ganz eindeutig auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Und hier erfüllt mich zunächst mal mit Sorge, dass LH zukünftig im innerdeutschen Geschäft ein Monopol haben könnte. Wie viele Paxe auf einer bestimmten Route befördert werden und zu welchen Konditionenen, könnte zukünftig allein von einem Konzern bestimmt werden. Das hat es nicht mal in der Zeit vor den LCC vor 20 Jahren gegeben, in der es zumindest noch eine dba gab, die für ein bisschen Wettbewerb gesorgt hat. Ich denke es ist im Interesse aller Flughäfen in Deutschland, hier einen konkurrenzfähigen Wettbewerber zu finden. Momentan kann aber noch nicht gesagt werden, ob FR und EZY hierfür in Frage kommen. Ich hoffe, ja!

Im "normalen" Europaverkehr herrscht nach wie vor eine große Abhängigkeit von EW. Dieses Problem hat DUS übrigens zukünftig auch, sogar noch stärker als wir meiner Meinung nach. Und da sind wir auch schon beim Thema. Die Slots in DUS sind für LH so kostbar, dass sie sie keinesfalls hergeben würden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass dort heute schon quasi kein Geld verdient wird. Das erhöht den Zwang, Auslastungen künstlich zu optimieren und könnte dazu führen, dass die eine oder andere Strecke ab CGN schlimmstenfalls eventuell gekürzt oder gestrichen wird. Um das zu verhindern, braucht es mehr Wettbewerb am Platz, allen voran mit Ryanair. Die kommen nämlich aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht nennenswert in DUS rein, Wachstum und Wettbewerb in NRW geht also für Ryanair nur über CGN, und das ist eine große Chance! Das könnte sich bei einer eventuellen Sloterweiterung in DUS ändern, aber ich bin guter Dinge, dass LH das schon zu verhindern weiß ;-)

Letzter Punkt, Charterverkehr.
Hier muss ich mal ein großes Kompliment aussprechen, denn im Sommer 2018 werden wir hier sehr gut gerüstet sein. Nahezu alle wichtigen Anbieter sind mit einer Basis vor Ort, lediglich gegen Germania als Zusatz hätte ich vielleicht nichts weiter einzuwenden ;-)

Azur Air ist ein sehr interessanter Gedanke, inwieweit das ein Modell mit Zukunft ist, muss sich denke ich noch zeigen. Ich bin aber völlig bei dir Alex, das was wir kriegen können, sollten wir auch her holen! Azur Air bietet ausschließlich touristische P2P Verbindungen an, operiert als quasi standortunabhängig. Auch das könnte eine Chance sein.

Summa summarum stehen die Zeichen auf Konsolidierung, aber keinesfalls auf Weltuntergang. Und auch wenn das wenig tröstend ist, bin ich ganz sicher, dass sie sich momentan in den Hamburgs, Nürnbergs und Hannovers dieser Welt ähnliche Sorgen machen. Es ist einfach ein brutaler Umbruch mit etwas ungewissem Fortgang. Ich glaube aber weiterhin zu 100% an das Potenzial unseres Standortes und dass sich das auf Dauer durchsetzen wird!

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alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon alex330 » Sonntag, 15. Oktober 2017, 20:18:34

Nur als Randbemerkung/OT: Auch in DUS wird man über die Gesamtentwicklung nicht glücklich sein, selbst wenn man die komplette EW-Langstrecke bekommen sollte. Denn LH hat ja schon durchblicken lassen, dass man keine Sloterweiterung will. Hier werden schon große "Werte" Assets gehandelt, und ohne blaues Auge kommt niemand davon. Vielleicht nichtmal die LH, wenn die Kartellwächter noch richtig einschreiten oder sich die verschiedenen Beschäftigtengruppen richtig quer stellen.

TerminalTower
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon TerminalTower » Montag, 16. Oktober 2017, 10:13:03

Bezüglich EW, sowie auch anderen Airlines, dessen Basis am CGN ist, kann auch ein verlockendes Angebot folgendes sein:

Alle verspäteten Ankünfte- und daraus resultierenden Abflüge einer am CGN gebaseten Maschine, dessen ursprüngliche Ankunft-/Abflugzeit im Tageszeitraum liegt (05:00 Uhr- 23:00 Uhr), wird auf weitere/zusätzliche Kosten (Slot/Nachtflug usw.auf Grund der o.g. Umstände) verzichtet.
Das gilt nicht bei gebaseten Airlines dessen umgeleiteten Flüge zum CGN kommen. Hierfür kann es maximal nur eine leichte Vergünstigung geben.

Somit kommt man den Airlines entgegen und hat keinen nennenswerten Nachteil am CGN.

Des Weiteren denke auch ich, dass man weitere ausländische Langstreckenairlines an den CGN holen muss mit der Zubringerverkopplung (Vermittlerrolle) mit z.B. Small Planet, 4U/EW, FR (oder gar neuen innderdeutsche Fluggesellschaften)

z.B.
KULULA-Airlines (Südafrika) mit einzige Anbindung nach Europa ist London-East
-Johannesburgh-Nairobi-Windhoek-Victoria Falls- King Shaka (Durban)-Harare-Livingstone-Mauritius-Port Elizabeth-George-Cape Town

GOL (Südamerika) (auch interkontinental tätig)
-Brasilien-Argentinien-Bolivien-Chile-Paraguay-Uruguay

Jazeera (Kuwait/Arabien).
Diese Airlines ist bis in die Türkei und darüber hinaus tätig.
-Azerbaidschan-Kuwait-Bahrain-Egypten-Iran-Irak-Jordanien-Libanon-Syrien-Saudi Arabien-VAE

Diese Billigairlines bzw. Low Cost Airlies könnten dem CGN auch gut tun, zumal keines der o.g. Airlines in Deutschland oder den Nachbarländern Flughäfen anfliegt.

Bezüglich der Kurzstrecke würde ich mir auch mehr von den ansässigen Airlines und vielleicht auch von Small Planet wünschen.

RudiFHW
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon RudiFHW » Montag, 16. Oktober 2017, 16:27:01

Flugverbindungen mit touristischer Zukunft sind Langstrecken nach Mittel- und Südamerika, Fernost und Nord- bzw. Ostafrika sowie Europaverbindungen in die Metropolen in Nord- und Südeuropa sowie Ziele in Russland und dem Baltikum.
Da es für alle diese Ziele außerdeutsche Anbieter -nicht nur LCC´s- gibt, muss das CGN-Management sich auf sie konzentrieren und mit seinen Pfunden (Rund-um-die-Uhr-Öffnung, freie Kapazitäten, günstige Lage in NRW mit guter Strassen- und Bahnanbindung in fast alle Richtungen) wuchern. Bei dem rasanten Wachstum des Flugreiseverkehrs in der Zukunft wird der CGN seinen Anteil sichern können, vorausgesetzt, man bemüht sich intensiv darum.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon TerminalTower » Mittwoch, 18. Oktober 2017, 09:23:00

Ich glaube schon, dass sich das CGN-Management bemüht um weitere Airlines, Flugverbindungen u.s.w. zu bekommen.
Wichtig in meinen Augen ist, dass man leider nicht mehr zu viel Rücksicht nehmen darf auf die bereits vorhandenen Airlines, wenn man andere neue Airlines bewirbt.

Des Weiteren glaube ich, dass das CGN-Management hin und wieder dankbar ist für Vorschläge, Meinungen, Ideen.
Aus solchen kann der CGN nur profitieren. Natürlich auch nur dann, wenn die Verantwortlichen sich den Ideen annehmen und nachgehen, also daran arbeiten und nicht nur mal nebenbei fragen "wollt ihr, nein, dann nicht".
Werben und arbeiten heißt es.
Ich glaube, dass die Verantwortlichen das auch tun.

Vor allem EasyJet sollte man weiterhin stark umwerben, und das nicht mur mit London...

Zilu97
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon Zilu97 » Mittwoch, 18. Oktober 2017, 10:47:35

Ich bringe mal folgenden Gedanken ins Spiel:

Mit dem Wegfall der AB haben wir nun auch keinen oneworld carrier mehr am Platz. U.a. BA hat einige Codeshares nach TXL und MUC auf den AB Flügen die nun wegfallen. Vielleicht könnte man ja nochmal alles versuchen und bei BA anklopfen wie es mit einem Engagement aussieht ? IB sehe ich eher nicht da FR sich auf CGN-MAD gesetzt hat und was Umsteiger angeht TAP am Platz ist. Von BA würde ich mir ein Engagement hier sehr wünschen um wieder vom Star Alliance Monopol wegzukommen. Eine BA auf CGN-LHR sehe ich auch eher als eine Wiederkehr der Skyteam in Form von KL auf CGN-AMS.

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stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon stekar87 » Freitag, 27. Oktober 2017, 10:13:16

Airliners hat mal ganz interessante Zahlen ins Netz gestellt, wie es im innerdeutschen Verkehr aussieht und wie die Kapazitäten verteilt sind:

http://www.airliners.de/das-air-berlin- ... ebot/42695

Schon interessant...Berlin ab CGN fast doppelt so viel wie ab DUS, Richtung MUC ist aber noch deutlich Luft nach oben.
EW kommt dieser Nachfrage meines Erachtens bei weitem nicht nach - beide Ziele werden ordentlich zusammen gestrichen!
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HLX4U
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon HLX4U » Freitag, 27. Oktober 2017, 11:30:54

Das mit der Berlin-Strecke hatten wir ja schon angeschnitten.
Dank EW wird DUS diesen Winter mehr Pax nach Berlin haben als CGN!
Das ist total neben dem markt und eine ganz klare Verkehrslenkung....aber sowas gibt es ja nicht ;-)
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon PHX Flyer » Freitag, 27. Oktober 2017, 15:52:45

HLX4U hat geschrieben:Dank EW wird DUS diesen Winter mehr Pax nach Berlin haben als CGN!


Na ja. zunaechst ist mal festzustellen, dass es ab DUS diesen Winter mehr verfügbare Sitzplaetze gibt als ab CGN. Wie sich das in den Passagierzahlen widerspiegelt, bleibt erst mal abzuwarten. Viel interessanter dürfte ohnehin sein, wie sich diese Verschiebung in den Yields auf den beiden Strecken auswirkt. Aber diesbezüglich wird sich die Lufthansa wohl sehr bedeckt halten.
Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen. - Leonardo da Vinci

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon Zilu97 » Freitag, 27. Oktober 2017, 16:45:32

Umso deutlicher will mir nicht in den Kopf wie sich FR zu so einem Zeitpunkt nur aus dem Markt begeben kann. Mit EW überlebt hier gerade einmal 40% des Angebotes ! Markt ubersättigung hin oder her aber was soll das ?

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon 901 » Freitag, 27. Oktober 2017, 17:34:45

Mir gar nicht, ich habe immer mehr das Gefühl, das man seitens EW dem CGN auch die Pistole auf die Brust drückt und damit droht, die Langstrecke einzustellen, wenn FR sich breit macht. Ähnlich war es schon in der Vergangenheit...kürzen hàtte FR auch woanders in Europa....

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon 4U0815 » Freitag, 27. Oktober 2017, 17:44:03

9 Langstreckenjets bei EW zum Sommer 2018, davon eine in TXL, drei in MUC und vier in DUS. Die neunte dann als Backup. Womit sollte man also dem CGN die Pistole auf die Brust setzen, wenn die Langstrecke eh schon Geschichte für uns ist... Wir müssen aufhören mit Träumen. Mein Tip: 2018 1.000.000 weniger Paxe, leider...

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon 901 » Freitag, 27. Oktober 2017, 18:32:18

Der Rückgang wird noch deutlicher sein, mindestens 2 Mio Paxe weniger, alleine durch den Wegfall von AB und Kürzung bei FR. Dann noch EW...

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon 4U0815 » Freitag, 27. Oktober 2017, 18:38:22

Die Träumer vom CGN gehen von 12.500.000 in 2018 aus. Das Zeugs, was die früh rauchen, würde ich auch mal gerne probieren...

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Re: RE: Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon stekar87 » Freitag, 27. Oktober 2017, 23:41:48

Zilu97 hat geschrieben:Umso deutlicher will mir nicht in den Kopf wie sich FR zu so einem Zeitpunkt nur aus dem Markt begeben kann. Mit EW überlebt hier gerade einmal 40% des Angebotes ! Markt ubersättigung hin oder her aber was soll das ?

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Ryanair scheint für den Winter ernsthafte Probleme zu haben. Auch in FRA wird ja beispielsweise gekürzt, und das dürfte aktuell alles andere als in die Strategie passen. Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir jedoch davon ausgehen (und hoffen), dass sowohl die SXF-Strecke zum Sommer wieder kommt, als auch sich die Situation wieder allgemein beruhigt.

Ich persönlich wünsche mir auch eher Ryanair als alternativen Wettbewerber im innerdeutschen Bereich als easyJet. FR ist an den Standorten wesentlich weiter verbreitet. Easy findet wirklich nennenswert heute nur in Berlin statt. Rückzug aus Hamburg, Westdeutschland quasi null Präsenz, München nur in einer Nebenrolle. Dazu haben sie bis dato stets sehr wenig Durchhaltevermögen bewiesen und schrecken vor Konkurrenz schnell zurück. Ein wirklich stabiler Player als Gegenpol zur LH sieht anders aus.

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Re: RE: Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon stekar87 » Freitag, 27. Oktober 2017, 23:43:38

4U0815 hat geschrieben:Die Träumer vom CGN gehen von 12.500.000 in 2018 aus. Das Zeugs, was die früh rauchen, würde ich auch mal gerne probieren...
MOD: Die Tonalität ist grenzwertig. Bitte grundsätzlich sachlich bleiben. Danke!

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stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon stekar87 » Samstag, 28. Oktober 2017, 13:28:02

Jetzt ist es amtlich, Easy wird aller Voraussicht nach in den innerdeutschen Markt einsteigen, wie es aussieht aber nur ab/bis Berlin.

Im Bereich des Möglichen bzw. recht wahrscheinlich wäre dann die Aufnahme von Routen nach MUC, DUS, CGN, FRA und/oder STR.
Bin wirklich gespannt, welche Routen es letztendlich werden und in welcher Frequenz diese bedient werden.

Im Rest Deutschlands sieht es dennoch nun nicht nach mehr Konkurrenzkampf aus.

Wo man nun nach wie vor Monopole hat im Hause LH...

CGN-MUC
CGN-HAM

DUS-MUC
DUS-HAM

HAM-MUC
HAM-STR

Und wo weiter...

Was ich damit sagen will:
Gut, dass es mal ein Anbieter versucht.
Schlecht, dass sich alles nur auf den Standort Berlin beschränkt!

Ich hoffe weiterhin, dass Ryanair noch zusätzlich in den Markt mit einsteigt, und das nicht nur mit der einen Route.
Um mehr Wettbewerb zu generieren, ist die Abschaffung dieser unsäglichen Luftverkehrssteuer aber wichtiger denn je!
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon HLX4U » Samstag, 28. Oktober 2017, 14:04:58

Zu dem Thema Easyjet ein Artiikel der RP....man hat nun begriffen was das Stündlein geschlagen hat:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/unte ... -1.7172851

Fragen an den Flughafen Düsseldorf

Denn nun stellt sich die Frage, ob Easjyet von Düsseldorf auch deshalb abgeschreckt wurde, weil Eurowings und die Lufthansa-Gruppe hier eben eine sehr starke Marktdominanz von mindestens 50 Prozent haben werden.


So einen Artikel sucht man beim KSTA leider vergeblich....obwohl wir quasi in der gleichen Situation sind.

Sollten sich auch die Düsseldorfer überlegen die jetzt über EW-Langstrecke in DUS jubeln...in Summe bleibt nicht nur für NRW weniger..sondern auch für DUS.
Frankfurt freut sich!
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon A321neo » Samstag, 28. Oktober 2017, 21:30:31

Ein derzeitiges Problem des CGN ist m.M.n ein gewisses "Imageproblem" bei den sog. Etablierten.

Die einzigen verbliebenen Etablierten am CGN, die nicht aus DE sind, waren in diesem Sommer AUA, Iran Air, TAP, TK.
Wo sind LOT, BA, Aer Lingus, Iberia, KLM, AirFrance, SAS, Finnair, TAROM, Icelandair, Alitalia ;), Aeroflot, Belavia, (airBaltic), AirSerbia, Adria Airways usw. usw. ? Seht euch Stuttgart oder Hannover an! Haben die ein größeres Einzugsgebiet als wir!?
Das mag vielleicht auch mit der frühen Ausrichtung auf Low-Cost des CGN zu tun haben, aber wenn man sich den Abzug der KLM z.B. ansieht, denke ich dass man auch Einiges diesbezüglich falschgemacht hat.
Ich persönlich sehe von diesen Airlines in den nächsten zwei bis drei Jahren KEINE nach CGN kommen, LOT würde niemals neben FR nach Warschau fliegen, BA niemals neben 4U/FR/BE/EZY (?) nach LON, Aer Lingus nie neben FR und 4U nach DUB oder gar zu anderen Irlandzielen. Iberia fliegt sicher nicht neben FR nach MAD, KLM ist gerade weg, die sehe ich nicht wiederkommen, AirFrance quasi genauso, SAS traut sich nicht neben FR nach CPH oder 4U nach ARN, also nurnoch OSL. Das sehe ich auch nicht kommen, nicht mal bei DY. Finnair scheint die seit Ewigkeiten leerbleibende Route nach Helsinki/ganz Finnland seit Jahren nicht zu nutzen, warum jetzt? TAROM hat nicht viel Geld, außerdem ist Rumänien schon gut abgedeckt. Icelandair sehe ich teils wegen 4U, teils wegen meines angesprochenen Rufes nicht. WOW Air sieht ja derzeitig nicht mal so aus, als ob sie zurück kommen wollten. Alitalia ;) wird erst mal abgewickelt. Aeroflot hat schon pobeda geschickt, daneben wird man nicht herfliegen. Belavia kommt wegen den bereits existierenden Kapazitäten nach Weißrussland von DE nicht. AirBaltic könnte nachdem FR nach Riga und Vilnius fliegt nurnoch nach Tallinn, und dort haben sie nur eine recht kleine Präsenz, darum: Warum CGN? AirSerbia hat wegen des EY Ausstiegs auch genug Probleme. Adria Airways scheint sich wegen der starken Präsenz ab FRA nicht zu trauen und wegen dem sehr schlecht geplanten CGN Versuch vor ein paar Monaten.

Alles in allem: Die Highcoster haben keine Zukunft am CGN, wegen der weiteren Expansion von FR die nach den Pilotenproblemen losgeht, und wegen EW, die wegen der langatmigen LH auch Highcoster raushauen kann.

Hätte man bei all diesen Beispielen mit Low-Costern erstmal abgewartet, wette ich, dass wir dann zahlreiche Etablierte mehr hier und heute hätten.
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Nun zum Thema EW Langstrecke:

Ich persönlich glaube, dass irgendwas zwischen DUS und EW bei den früheren Verhandlungen echt schiefgelaufen ist, etwas was ich nicht weiß, und jetzt evtl. aus dem Weg geräumt wurde, wofür man DUS jetzt in der Presse dankt und zum WFP 2018/19 komplett zum DUS wechselt. Allein die genauen Pläne mit z.B. Fullflat Business Class etc. zeigen ja wie genau man sich das überlegt und analysiert.
________________________________________________________________________

Zu Ryanair:

Ryanair wird sich von den Pilotenproblemen erholen, leider. Dann werden in DE wieder zahlreiche neue Flugzeuge stationiert und die Preise werden wieder sinken. In fünf Jahren kommt dann die Flugbegleiterrevolte, und das Ganze wird sich wieder nach zwei Jahren klären. Langfristig wird FR weiter DE ausbauen, insbesondere da m.M.n in den 5-10 Jahren die Luftverkehrssteuer wegfallen dürfte. EZY wird, abgesehen von BER, keine Alternative zu FR in DE abgeben.
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Andere Langstreckenairlines:

Nur Lowcoster, wegen des "Rufes". Da sehe ich Westjet in kleinem Umfang, DUS sehe ich bei denen tatsächlich nicht ;) .
AirAsia schließe ich aus, genauso wie Lowcoster aus den VAE&Region. DY sehe ich in FRA, nicht in DUS, nicht in CGN, geschweige den LEVEL oder JOON. Condor zieht sich gerade erst nach FRA zurück, da sehe ich den nahen CGN nicht als Chance. Azur Air ist gerade erst im Aufbau und scheint sich im DUS einzukuscheln, die sehe ich nur als Mittelstreckencharterpartner in weiter Ferne evtl. möglich.
_____________________________________________________________________________

Alles in allem:

Auch ich sehe kein Weltuntergang, ich sehe wie der CGN sich weiter zum puren Low-Cost Airport entwickelt, was ich für falsch halte. EW Longhaul ist m.M.n schon sicher weg, aber auch verkraftbar. 2018&2019 werden spannende, anstrengendere Jahre, mit aber sicher noch über 10 Mio. Passagieren pro Jahr.
Was wir alle aber gelernt haben sollten inzwischen ist wie peinlich EW den CGN ausnutzt und mit ihm umgeht, wenn man sich so erpressen lässt, kann man es auch gleich lassen.
Die Zukunft erwarte ich gespannt, aber ein echtes Drama erwarte ich nicht.
Ich finde man kann generell sagen, dass wenn man auf Full Service Carrier setzt, man jedes Jahr geringes Wachstum hat, aber wenn man auf LowCoster setzt man mal 20% Wachstum hat und man mal 15% Minus hat.
Viele Grüße, A321neo.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon HLX4U » Samstag, 28. Oktober 2017, 22:36:17

Hätte man bei all diesen Beispielen mit Low-Costern erstmal abgewartet, wette ich, dass wir dann zahlreiche Etablierte mehr hier und heute hätten.


Die meisten die von dir gennanten waren schon weg bevor der LCC-Boom losging!
CGN liegt nun einmal so nah an DUS ( so eine enge Konkurrenzsituation gibt es sonst europaweit nicht ), das sich in Zeiten von Costmanagement zwei Stationen die so nahe zusammen liegen für die Airlines nicht rechnen.
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon AirlinerFan » Montag, 30. Oktober 2017, 00:55:18

Ich habe zwar keine Glaskugel, aber ich denke es ist zu früh die Langstrecke in CGN zu beerdigen. Mag sein das ich mich da täusche - aber irgendwie habe ich das Gefühl das da noch was kommt.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon TerminalTower » Montag, 30. Oktober 2017, 07:15:15

Auch ich denke, dass wir in einem so großen Umbruch europäischer Airlines sind, dass wir noch gar nicht sagen können, wie sich das alles weiter entwickelt.
Mehrere Airlinepleiten, unzufriedene Piloten in verschiedenen Betrieben, Gewerkschaften, die das überleben eines Betriebes sehr erschweren statt Arbeitsplätze sichern, Arbeitsuchendes Personal (Piloten, Crew, Bodenpersonal), Personalsuchende Arbeitgeber in der Luftbranche zur Expansion, Flotten-Neustrukturierung und ausloten der ganzen Destinationen u.s.w.

Das ist eine Tragweite die sicherlich länger als ein Jahr andauern wird um dort wieder Ruhe und Übersicht hinein zu bringen.

CGN muss die Unruhe nutzen, in der bei vielen Airlines die Übersicht fehlt, sich so aufzustellen und sich so positiv darzustellen, dass die Sandwichposition nicht als Problem angesehen wird sondern als Sparmaßnahme, sogar als Glück für andere Airlines, mit Destination CGN gleich FRA und DUS abdecken können und diese innerhalb kürzester Zeit sogar erreichen können.

Die Zukunft des CGN ist noch sehr ungewiss, auch die Langstrecke mit EW.
Die Expansion der EW-Langstrecke war immer Ziel, deshalb abwarten...

Ich hoffe nur, dass Spohr seine CGN-Schädlichen Einstellungen bald mal aufgibt oder gar seinen Posten übergibt.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitragvon Speedbird » Freitag, 10. November 2017, 11:28:28

Hier ein Artikel, der kürzlich in der Rundschau erschienen ist:
https://www.rundschau-online.de/wirtsch ... n-28816876

Der Artikel gibt Hinweise auf das Rollenverständnis des Managements hinsichtlich ihres Airports in der Airportlandschaft. Bis 2030 wird ein Wachstum auf über 15 Mio. Passagiere erwartet. Damit prognostiziert man sich bei den Passagierzahlen sicher deutlich hinter FRA und DUS und akzeptiert ein Stück Weit die Rolle der benachbarten Flughäfen als zentrale Drehkreuze mit größerem Marktpotential für die Airlines.

Die Annahmen werden sicher in der Mittel- und Langfristplanung Berücksichtigung finden. Als Maßnahme könnte wie in der Vergangenheit versucht werden, u.a. durch Abgrenzung des Portfolios Erträge zu erwirtschaften, obwohl es mir schwer fällt neue Abgrenzungsmöglichkeiten auf der Luftseite zu erkennen, nachdem mittlerweile jede Airline überall hinfliegt.
Die massiven Wachstumserwartungen im Frachtbereich werden möglicherweise den wichtigsten Faktor in der Kosten- und Ertragsplanung ausmachen. Erwirtschaftet man hier gute Gewinne lässt sich ggf. der Passagierbereich quersubventionieren. Im Artikel wird aber auch auf die Planung der Verbesserung der Service-Qualität verwiesen - wie schon in der Vergangenheit eine weitere Möglichkeit den Airlines mehr Rentabilität bieten zu können. Ich glaube, es ist im Hinblick auf die erwarteten Verkehrszahlen keine schlechte Idee, einen nicht unwesentlichen Geldbetrag in die Verbesserung von Abläufen und Infrastruktur zu stecken und in diesem Bereich kreative Ideen zu entwickeln.


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